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Frankipfahl NG®

Der Höchstleistungspfahl.

Der Frankipfahl NG® kommt vor allem dort zum Einsatz, wo erst in großen Tiefen gut tragfähiger Baugrund erreicht wird und/oder hohe Lasten abgetragen werden sollen. Die Vielfalt der Ausführungsvarianten ermöglicht eine individuelle Anpassung an verschiedenste Baugrundverhältnisse und Baustellensituationen, um hohe Tragfähigkeiten zu erreichen. Es können sowohl Lotpfähle als auch Schrägpfähle mit einer Neigung von bis zu 4:1 ausgeführt werden. Dazu ist der Frankipfahl NG® aufgrund seiner Fußaufweitung auch für die Aufnahme von Zuglasten gut geeignet.

Das ursprünglich von Edgard Frankignoul 1908 zum Patent angemeldete und weltweit ausgeführte Pfahlsystem beinhaltet die Herstellung des kompletten Pfahls mit gestampftem, erdfeuchtem Beton. Die Schaftherstellung mit fließfähigem Beton und die Fußbemessung, wie sie in Deutschland seit Anfang der 1990er Jahre üblich sind, stellen eine wirtschaftlichere und sicherere Weiterentwicklung dar. Um den Unterschied zu verdeutlichen, wird für das neue Verfahren der Name FRANKIPFAHL NG® (Neue Generation) verwendet.

Anwendung.

Der Frankipfahl NG® kann in einem breiten Spektrum von Baugrundverhältnissen als Gründungselement für verschiedenste Bauwerke, wie z.B.

  • Brückenbauwerke
  • Windenergieanlagen
  • Kranbahnen
  • Docksohlen
  • Industriegebäude
  • Schwerlastflächen u.v.m.

eingesetzt werden.

Die Bemessung und die Herstellung der Frankipfähle NG® erfolgen nach Eurocode 7 sowie den nationalen Normen und Empfehlungen DIN 1054, DIN EN 12699 und nach den Empfehlungen des Arbeitskreises "Pfähle" (EA-Pfähle).

Herstellung.

Der Frankipfahl NG® ist ein Ortbetonrammpfahl mit wiedergewonnenem Vortreibrohr. Dieses wird am Fuß des Rohres mit einem Pfropfen aus trockenem Beton- oder Kiessand wasserdicht verschlossen. Ein im Rohr arbeitender Freifallbär schlägt auf diesen Pfropfen und rammt dadurch das Rohr in den Boden. Die dabei geleistete Rammarbeit (Anzahl Schläge/m) ist ein Maß für die Tragfähigkeit des Bodens am jeweiligen Pfahlstandort.
Nach Erreichen der Solltiefe bzw. der Rammkriterien wird der Pfropfen gelöst und die erforderliche Fußbetonmenge ausgestampft. Das erforderliche Volumen für den aufgeweiteten Pfahlfuß wird in Abhängigkeit von der Baugrundfestigkeit und der aufzunehmenden Pfahllast mit Hilfe von Fußbemessungskurven ermittelt. Anschließend wird ein Bewehrungskorb eingestellt, Beton eingefüllt und das Vortreibrohr wieder gezogen.

Kiesvorverdichtung.

Sollte der Baugrund in der vorgesehenen Absetztiefe keine ausreichende Tragfähigkeit besitzen, kann vor Herstellung des Pfahlfußes eine Bodenverbesserung mittels Kiesvorverdichtung ausgeführt werden. Hierbei wird der Boden in einem entsprechenden Bereich unterhalb und oberhalb der Pfahlabsetztiefe durch Ausstampfen von Kies verbessert. Nach Abschluss der Kiesvorverdichtung wird das Rohr wieder auf die geplante Absetztiefe eingerammt und es beginnt die zuvor beschriebene eigentliche Herstellung des Frankipfahls NG®.

Besonders wirtschaftlich.

Durch die gezielte Anpassung der möglichen Ausführungsvarianten an den Baugrund und an die Baustellensituation ergibt sich eine optimale Ausnutzung in Hinblick auf Tragfähigkeit und Pfahllänge. Die über 100-Jährige Verwendung des Frankipfahls NG® im Baugeschehen beruht auf seiner ausgefeilten Technik, den hohen Ausführungsstandards und der hervorragenden Wirtschaftlichkeit.

Umweltfreundlichkeit.

Der Frankipfahl NG® wird aufgrund der Innenrammung emissionsarm hergestellt. Bei geeigneten Randbedingungen sind Pfahlgründungen mit diesem System auch in der Nähe bestehender Bauwerke möglich.
Durch die volle Bodenverdrängung entfällt eine Förderung von Bodenmaterial, Auflockerungen im Boden sind daher ausgeschlossen. Diese Art der Pfahlgründung hat sich bei Bauvorhaben an kontaminierten Standorten vielfach bewährt.

Die Vorteile.

  • Charakteristische Pfahllasten bis 6.000 kN
  • Volle Bodenverdrängung, kein Transport von Bodenaushub
  • Einsatz an kontaminierten Standorten möglich
  • Sehr gutes Widerstands-Setzungs-Verhalten
  • Zusätzliche Bodenverbesserung mittels Kiesvorverdichtung (KVV) möglich
  • Begrenzung der Absetztiefe des Pfahls
  • Geringe Lärmemission im Vergleich zu kopfgerammten Systemen
  • Reduzierung der Pfahlanzahl und Fundamentabmessungen
  • Sehr wirtschaftlich durch Einsparung von Beton und Stahl


Ihre Ansprechpartner für Frankipfahl NG®

Nord
Thomas Cramer Kompetenzzentrum Gründungstechnik
Ost
Patrick Günther Regionalleiter Region Ost . Niederlassungsleiter
Süd
Jürgen Christ Niederlassungsleiter
West
André Schürmann Regionalleiter Region West . Niederlassungsleiter