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Bauen im Bestand: Stump-Franki realisiert Unterfangung am Hauptbahnhof Frankfurt a.M.

Wirtschaftlich und sicher auf jedem Baugrund – auch bei anspruchsvollen Rahmenbedingungen in Bestandsgebäuden. Das ist die Anforderung, die der Bauherr DB Station & Services AG mit seinem Bauvorhaben am Hauptbahnhof in Frankfurt a. M. an das Tochterunternehmen der PORR stellt: In einem neuen Kabelschachttunnel des Frankfurter Hauptbahnhofs sollen die elektrotechnischen Anlagen im Zusammenhang mit der erforderlichen brandschutztechnischen Ertüchtigung erneuert werden.

Frankfurt Hbf Baustelleneinrichtung HDI Block IMG 3791

Blick auf den Frankfurter Bahnhof

© Stump-Franki / Martin Block

400 m Tunnel unter dem Bahnhof

Zur Umsetzung werden zwei neue Bodenkanäle bis zu einer Tiefe von 2,60 m hergestellt. Die Gesamtlänge der Tunnel beträgt jeweils rund 400 m. Der erste Tunnel ist bereits fertig gestellt: Da die Gründung des angrenzenden Bestands für den Neubau nicht tief genug in den Boden reicht, hat Stump-Franki bei den Unterfangungen der Fundamente das Düsenstrahlverfahren (DSV) „Stump-Jetting“ beidseitig entlang der kompletten Tunnellänge eingesetzt. Die durch die Dachkonstruktion des Bahnhofs hoch belasteten Einzelfundamente mussten hierbei nahezu setzungslos unterfangen werden. Teilweise waren DSV-Sohlen im Boden notwendig, um die Unterfangungskörper gegenseitig auszusteifen. Die Planung für den zweiten Tunnel läuft aktuell.

Lösung für komplexe Baustellenlogistik

Die Geländeoberfläche war erst nach 400 m mit elektrisch betriebenen Maschinen erreichbar. Dank der guten und engen Zusammenarbeit mit allen beteiligten Firmen vor Ort war es möglich, die Herausforderungen der komplexen Logistik zu meistern. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse, der alten Bausubstanz und der fehlenden Bestandsunterlagen des Hauptbahnhofs mussten die Arbeiten kurzfristig auf die tatsächliche geometrische Situation angepasst werden.