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DSV-Bodenverfestigung für DB Netz AG in Oldenburg

Rund 8,9 Kilometer lang ist der Planfeststellungsabschnitt 1 der DB-Ausbaustrecke Oldenburg-Wilhelmshaven, die sich im Bereich der Stadt Oldenburg und der Gemeinde Rastede befindet. Als Teil der Ausbaustufe IIIb – Elektrifizierung und Ertüchtigung – erhielt Stump-Franki Spezialtiefbau Anfang des vergangenen Jahres den Auftrag für die Bodenverfestigung zur Entlastung der vorhandenen Stützwände. Bauherr ist die DB Netz AG. Zum Einsatz kommt auf der gesamten Fläche ein monolither DSV-Körper. Im Frühjahr 2022 sollen die Spezialtiefbauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein.

Auf einer Fläche von 2.611 qm wird mit 2.050 Düsenstrahlsäulen ein DSV-Volumen von 9.139 m3 eingebracht. © Stump-Franki / Torsten von Reeken

Der im Jahr 2012 eröffnete JadeWeserPort ist Teil des Wilhelmshavener Seehafens und Deutschlands einziger Tiefwasserhafen. Im Container-Terminal ist das Fahrwasser 18 Meter tief. Auch große Containerschiffe mit bis zu 16,5 m Tiefgang können jederzeit gezeitenunabhängig anlegen und der Wendekreis von 700 m Durchmesser ist für die Megacarrier der kommenden Generation ausreichend bemessen. Das zusätzliche Frachtaufkommen wird zum Großteil auf die Schiene verladen. Im Rahmen der Schienenanbindung des JadeWeserPorts wird die gesamte Bahnstrecke bis Oldenburg modernisiert. In den 1960er-Jahren letztmalig technisch erneuert, erfolgen seit 2003 der zweigleisige Ausbau, die Erneuerung sowie die vollständige Elektrifizierung. 

Die zu erneuernde Strecke ist überwiegend auf weichen Untergrundschichten erbaut. Aus diesem Grund wurden aufwändige Maßnahmen zur Verfestigung des Untergrundes geplant. Auch die bestehenden Stützwände angrenzend an die Oldenburger Eisenbahnüberführungen Ziegelhofstraße und Pferdemarkt sind für die zukünftigen Belastungen nicht mehr tragfähig. Stump-Franki verfestigt sie daher mit mit Düsenstrahlkörpern.

Auf einer Fläche von 2.611 m2 wird mit 2.050 Düsenstrahlsäulen ein DSV-Volumen von 9.139 m3 eingebracht. Um ein „Aufhängen“ der DSV-Säulen an der vorhanden Stützwand zu vermeiden, werden die an die Stützwand angrenzenden DSV-Säulen als Halbsäulen hergestellt.