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Frankipfähle NG® für den Lückenschluss der BAB 14

Die Nordverlängerung der BAB 14 stellt aktuell das größte Autobahnprojekt in Deutschland dar: Mit einer Gesamtstreckenlänge von rund 155 Kilometern soll die Neubautrasse die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern verbinden. Im Zuge des Ausbaus der BAB 14 wurde die Stump-Franki Spezialtiefbau GmbH, Niederlassung Berlin, von dem Bauunternehmen Fritz Spieker aus Oldenburg für die Pfahlgründungen einer Brücke (BW38Ü) im Verlauf der L 30 über die neue BAB 14 bei Lüderitz, Sachsen-Anhalt, beauftragt. Hierbei kamen 66 Frankipfähle NG® mit einem Durchmesser von 61 cm und einer Pfahllänge von bis zu 28 Metern zum Einsatz.

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Die Franki-Ramme und ein Bewehrungskorb. © Stump-Franki

Sensibler Baugrund lässt hohe Rammtiefe zur Herausforderung werden

Die Frankipfähle NG® werden lotrecht und geneigt als Gründungspfähle zweier Wiederlager der Brücke eingesetzt. Die Rammtiefen betragen hierbei bis zu 28 Meter. Aufgrund des sensiblen Baugrundes stellt die hohe Rammtiefe allerdings eine wahre Herausforderung dar. Die Empfindlichkeit des Bodens besteht in einer Sandschicht, die den tragfähigen Baugrund bildet und auf welcher sich locker gelagerte schluffige Feinsande, teilweise mit Findlingen, befinden. Das führt zum einen zu einer starken Federung des Bodens. Diese Eigenschaft lässt das Rohr während des Rammens immer wieder „herausspringen“ und verlängert so den Rammvorgang. Zum anderen sind auch die Entstehung von Porenwasserüberdruck und wasserführende Schichten zu berücksichtigen. Hierzu wird der Abstand nacheinander herzustellender Pfähle möglichst groß gehalten. Damit kann die Beeinflussung der frischen Pfähle untereinander weitestgehend vermieden und der Boden ruhig gehalten werden.