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Nachhaltig gründen auf gering tragfähigem Boden: Stump-Franki zeigt, wie es geht

Wie gründet man nachhaltig auf gering tragfähigem Boden? Diese Frage beantworteten unsere Spezialtiefbauexperten*innen bei dem Bau eines Wohnhauses bei Ansbach, Sachsen. Zudem galt es, strenge behördliche Vorgaben zu beachten: Die Einbindung in tieferliegende, tragfähigere Schichten wurde ausgeschlossen. Die sichere und nachhaltige Lösung: Eine Bodenverbesserung mit Bodenmischsäulen.

Bodenverbesserung mit Bodenmischsäulen für die Gründung eines Wohnhauses bei Ansbach, Sachsen. © Stump-Franki

Kontrolliertes, sicheres Vorgehen: Bodenverbesserung mit Bodenmischsäulen

Die einzelnen Säulen bestehen aus zwei überschnittenen Kreisen mit einem Durchmesser von 70 cm und werden in einem Abstand von ca. zwei Meter unter der gesamten Bodenplatte und den tragenden Wänden angeordnet. Die Länge der Bodenmischsäulen beträgt vier bis sechs Meter.

„Mit zwei sich gegeneinander drehenden „Paddeln“, die am Bohrgestänge montiert wurden, haben wir den anstehenden Boden unter gleichzeitiger Zugabe von Zementsuspension vermischt. Die Zementsuspension wurde dabei über drei  Düsen pro Paddel in den Boden eingebracht“, erklärt Bauleiterin Sophia Habermann. Durch die drehende Bewegung der Paddel ließ sich eine homogene Bodenmischsäule herstellen. Durch das Durchmischen des Bodens fiel nur wenig Rückfluss an, der gesondert abtransportiert werden musste. Mit diesem Verfahren wurden auf dem Baufeld insgesamt 232 einzelne Bodenmischsäulen hergestellt, auf die eine lastverteilende Schicht und darauf die elastisch gebettete Bodenplatte gegründet werden konnten.

Nachhaltigkeit im Fokus: Ressourcen geschont, günstige CO2-Bilanz erzielt

Stump-Franki setzte in dem Spezialtiefbauprojekt bei Ansbach nachhaltiges Bauen konsequent um: Eine Bodenverbesserung mit Bodenmischsäulen stellt ein ausgesprochenes CO2-reduziertes Vorgehen dar. Da der vorhandene Boden vor Ort für den Bau genutzt wurde, fiel keine Bodenförderung an. Zusätzliche Transporte und der Zementverbrauch wurden eingespart.

Die Spezialtiefbauarbeiten wurden im April 2021 sicher abgeschlossen.

 

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