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Spezialtiefbau für Münchner Stadtpalais Widenmayer

Innerstädtische Lage und Schutz denkmalgeschützter Bestandsbauten

Die fertiggestellte Baugrube. © Stump-Franki

Für die Errichtung einer Tiefgarage unter einem historischen Stadtpalais verantwortete Stump-Franki, Region Süd, mit Unterstützung der Stump-Franki Niederlassung Seevetal und der Wasserhaltungsabteilung der PORR Bau GmbH Wien die Baugrubensicherung mittels Rückverankerung sowie die Herstellung von wasserdichten Unterfangungen im Düsenstrahlverfahren. Das Gebäudeensemble liegt an der stark befahrenen Münchner Widenmayerstraße und grenzt mit der Rückseite an den Eisbach. Die Arbeiten mussten ober- wie unterirdisch unter sehr beengten Platzverhältnissen ausgeführt werden. Insbesondere die Baustellenlogistik war aufgrund der spärlich vorhandenen Lager- und Verkehrsflächen eine große Herausforderung, denn die spätere Zufahrt des Tiefparkers war der einzige Zugang zum Baufeld.

Spezialtiefbauarbeiten in exponierter Umgebung

Man muss lange suchen, bis man in München eine attraktivere Wohnlage findet als die Widenmayerstraße, parallel zum Isarkai und in unmittelbarer Nähe des Englischen Gartens im Lehel gelegen. Die komplette Straße ist als Ensemble denkmalgeschützt. Doch das Stadtpalais Widenmayer ragt mit seinen reich verzierten Jugendstilfassaden und dem imposanten, 6 m hohen Eingangsportal aus Naturstein mit Kassettengewölbe heraus. In den drei Gebäuden auf dem rund 950 m2 großen Grundstück mit der Hausnummer 51 entstanden nach einer aufwändigen Sanierung 37 exklusive Eigentumswohnungen mit Flächen zwischen 45 und 450 m2.

Jugendstil-Kleinod erhielt vollautomatischen Multiparker

Da der Mittelteil des Gebäudeensembles nicht erhaltenswert war, wurde er durch einen Neubau, der sich architektonisch an die beiden Bestandsgebäude anlehnt, ersetzt. Gleichzeitig errichtete man ein vollautomatisches Multiparksystem für 36 PKW. Die Gründungssohle der Tiefgarage liegt tiefer als die der Nachbargebäude. Daher wurden die anliegenden Fundamente auf bis zu 11 m im Düsenstrahlverfahren unterfangen. Die Unterfangung wurde im Zuge der Erd- und Fräsarbeiten des DSV Vorwuchses mit zwei temporären Litzenstahlankerlagen (ca. 1.600 m 4x0,6“), die im eigenen Werk Colbitz hergestellt wurden, rückverankert. Da die zweite Ankerlage unterhalb des Grundwasserspiegels lag, musste sie gegen drückendes Grundwasser hergestellt und abgedichtet werden. Die Sicherung freigelegter Kellerwände erfolgte mit rund 300 m Stump-Franki Gewi Nägeln (20 mm SKS). Das Grundwasser konnte mit Sondergenehmigung über vier Absenkbrunnen in den Eisbach eingeleitet werden. Um das Bauwerk dauerhaft gegen Auftrieb abzusichern, wurden unterhalb der Baugrubensohle Mikropfähle mit Stump-Franki GEWI Stahltraggliedern (ca. 300 m GEWI 50 mm SKS) gebohrt.