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Starkes Fundament für Turbinentisch im Gersteinwerk

Nachgründung mit Mikropfählen

Das Bohrgerät stand im Gebäudekeller bei lichten Höhen von stellenweise 2,05 m. © Stump-Franki

RWE modernisierte im Kraftwerk Gersteinwerk in Werne eine Gasturbine samt Turbinentisch. Um die zusätzlichen Lasten zuverlässig ableiten zu können, musste ein neues Maschinenfundament nachgegründet werden. Mit der Herstellung von 36 Mikropfählen wurde die Stump-Franki Niederlassung Düsseldorf beauftragt.

Der Bestand steht auf Frankipfählen. Aufgrund der Lage im Gebäudekeller kamen jedoch Verbund-Mikropfähle mit einem Durchmesser von 160 mm, einem Tragglieddurchmesser von 50 mm und einer Bohrtiefe bis 18,60 m zum Einsatz. Bei lichten Höhen von stellenweise 2,05 m und äußerst beengten Platzverhältnissen stellte die Baumaßnahme auch in logistischer Hinsicht eine echte Herausforderung dar. Das Düsseldorfer Bauteam löste diese Aufgabe mit dem Einsatz von zwei unterschiedlichen Spezialgeräten. Unter Höhenbeschränkung kam das Bohrgerät HBR202-E mit kurzer Lafette zum Einsatz. In den anderen Bereichen wurde das Bohrgerät KR704-2E verwendet, das mit Teleskoplafette längere Rohrschüsse abbohren kann und somit effizienter ist. Der Vorteil: Beide Geräte verfügen über einen E-Antrieb und können ohne Abgase sicher innerhalb von Gebäuden betrieben werden. Stump-Franki Planung begleitete das Projekt mit Beratung, Pfahlstatik und -planung sowie 3D-Kollisionsprüfung.

3D-Modellierung vermeidet Kollisionen

Die mit der Nachgründung des neuen Turbinentisches verbundenen Anforderungen an die Lagegenauigkeit und die Einbaulängen der Pfähle waren hoch. Darüber hinaus mussten Kollisionen mit der Bestandsgründung, den Bestandswänden im Baufeld sowie den Stromschienen vermieden werden. Daher erfolgt im Vorfeld eine 3D-Modellierung durch das hauseigene Planungsteam. Der Lohn der präzisen Planung: Kein Bestandspfahl wurde getroffen und alle Bohrpositionen konnten planmäßig angefahren werden.

Standort Werne trägt zur Energiewende bei

Auch für RWE ist Werne ein wichtiger Standort. Auf dem Kraftwerksgelände entsteht bis zum Ende diesen Jahres einer der innovativsten Batteriespeicher Deutschlands, um die Netzstabilität auch bei schwankender Stromeinspeisung aus erneuerbarer Energieerzeugung sicherzustellen. Der Kraftwerksstandort in Werne leistet damit sowie auch mit seinen weiteren Anlagen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende.