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Baugrube für höchstes Hochhaus Berlins fertiggestellt

Alexander Berlin’s Capital Tower, kurz ABC-Tower, ist eines von insgesamt vier Hochhäusern, die im Zuge der Neugestaltung rund um den Alexanderplatz im Herzen Berlins entstehen werden. Mit 150 Metern und 35 oberirdischen, sowie 4 unterirdischen Geschossen wird der ABC-Tower das höchste Wohnhochhaus Berlins und eines der höchsten Deutschlands sein. Stump-Franki Spezialtiefbau, ein Tochterunternehmen der PORR, ist mit der Erstellung der Baugrube und den damit verbundenen Dichtungs- und Gründungsaufgaben beauftragt worden. Im September 2021 wurden alle Spezialtiefbauarbeiten sicher abgeschlossen.

Bild 1: Am Alexanderplatz in Berlin hat Stump-Franki die Baugrube für das höchste Hochhaus Berlins fertiggestellt: Den ABC-Tower. © PORR

Eng umschlossen von der Alexander Straße, dem Gruner Tunnel und dem Alexa Einkaufszentrum befindet sich eine der aktuell spannendsten Baustellen für das Spezialtiefbauunternehmen Stump-Franki: Die Baugrube für den ABC-Tower. Mit einer Grundfläche von gerade einmal 60 x 25 m ist er als ein ziemlich schlankes Hochhaus geplant. Die Baugrube bietet mit einer Tiefe von insgesamt 21 Meter Platz für 4 Untergeschosse, in der Mieterbereiche als auch Technik untergebracht werden. Im 4. UG entsteht ein Übergang zur anliegenden, bereits bestehenden Tiefgarage der Alexa Mall.

Geologische, geografische und zeitliche Herausforderungen

Der hohe Grundwasserstand in Berlin, der sandige Boden und die enge Baugrube, eingeschlossen von der vielbefahrenen Alexanderstraße sowie der Gruner Straße mit dem Gruner Tunnel, machten dies Spezialtiefbaumaßnahmen zu einer großen Herausforderung. Knapp 1.800 LKW-Ladungen für 27.000m³ Erdaushub waren notwendig, bis die Baugrube ausgehoben war. In dieser engen innerstädtischen Baugrube eine logistische Herausforderung, die in jedem Detail in der Ausführungsplanung berücksichtigt werden musste.

Die Stabilität erhält das spätere Hochhaus über eine bis zu 4 m dicke Bodenplatte in Kombination mit 44 Großbohrpfählen mit einem Durchmesser von 1,20 m und der bis zu 40m tiefen Ortbetonschlitzwand. Eine besonders wirtschaftliche und sichere Lösung für die Gegebenheiten vor Ort. Denn die kombinierte Pfahl-Plattengründung (KPP) kommt besonders bei höheren Bauwerken zum Einsatz, die auf weichem bzw. setzungsempfindlichem Baugrund errichtet werden.

Der wasserdichte Trog ist als Ortbetonschlitzwand mit Tiefen bis zu 40 m und einer rückverankerten, mittelhochliegenden Düsenstrahlsohle mit Dicken zwischen 2 und 4 m ausgeführt. Es wurden 230 Mikropfähle mit Bohrtiefen bis 45 m für die Rückverankerung hergestellt. Diese Mikropfähle werden auch zur Rückverankerung der Bodenplatte nach Abschalten der Wasserhaltung genutzt. Die Baugrubenwände werden mit einer 2-lagigen Stahlaussteifung mit Rohrdurchmessern bis 1200 mm gestützt.

Generalplanung aus dem Hause PORR

Die pde Integrale Planung GmbH, Teil der PORR Group, war für die Generalplanungsaufgaben, die Nachhaltigkeit und die Bauvorbereitung zuständig und ist mit der Ausführungsplanung des Towers beauftragt.

 

(Bilder für vergrößerte Ansicht anklicken.)

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Bild 2: Der hohe Grundwasserstand in Berlin, der sandige Boden und die enge innerstädtische Baugrube machten die Spezialtiefbaumaßnahmen zu einer großen Herausforderung. © PORR

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Bild 3: Blick in die Baugrube: Die Stabilität erhält das spätere Hochhaus über eine knapp 4 m dicke Bodenplatte in Kombination mit 44 Großbohrpfählen und der bis zu 40 m tiefen Ortbetonschlitzwand. © PORR

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Bild 4: Die Baugrube bietet mit einer Tiefe von insgesamt 21 Meter Platz für 4 Untergeschosse. Im 4. UG entsteht ein Übergang zur anliegenden, bereits bestehenden Tiefgarage der Alexa Mall. © PORR