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Logistikzentrum Erwin Müller Versandhaus

Stump-Franki errichtet Spritzbetonwand für Böschungssicherung

© Stump-Franki

Die Geschichte des Spezialversandhauses Erwin Müller begann 1951. Dank des frühzeitigen Einstiegs in das Online-Geschäft bleibt das Unternehmen auch im 21. Jahrhundert auf Expansionskurs. Um das Versandaufkommen noch schneller zu bewältigen, wird der Standort in Buttenwiesen um ein rund 28 Meter hohes Hochregallager mit Kommissionierung sowie einen Firmenparkplatz erweitert. Beeindruckende 80.000 m3 Erde wurden für das neue Gebäude ausgehoben. Der hügelige Baugrund machte eine Böschungssicherung der Baugrube notwendig. Hierfür stellte die Niederlassung München von Stump-Franki eine ca. 220 Meter lange, mit 1.200 Bodennägeln rückverankerte Spritzbetonwand im Nassspritzverfahren her. Im Bereich Baugeräte- und Fuhrparkmanagement wurde das Team wurde von der PORR Equipment Services unterstützt.

Bodenbeschaffenheit macht engmaschige Vernagelung erforderlich

Nagelwände mit einer schützenden Versiegelung aus Spritzbeton sind ein wirtschaftliches, erschütterungsarmes und umweltfreundliches Verfahren für die Baugruben- und Böschungssicherung. Durch die Verbindung zwischen Bodennägeln und Spritzbetonschale erhöht sich die Tragfähigkeit und die Baugrubenwände können selbst große Erddrücke aufnehmen. Der größte Vorteil ist die flexible Anpassungsfähigkeit an steile Geländegeometrien und individuelle Grundrisse. Die Spezialtiefbauexpertinnen und -experten haben die Entwicklung der Bodenvernagelung wesentlich mitbestimmt und besitzen für ihr System Stump-Franki (Z-20.01-104) eine bauaufsichtliche Zulassung. Im gewählten Nassspritzverfahren konnte die 2.600 m2 große Fläche in Buttenwiesen in kürzester Zeit gesichert werden. Das Stützbauwerk erreicht eine Höhe von bis 17,5 m.

Da der bindige Boden mit nicht bindigen Sandlinsen durchsetzt war, konnten nur kleine Abschnitte der Spritzbetonschale freigelegt werden und die Bodennägel mussten in einem engmaschigen Raster gesetzt werden. Damit das Team die Arbeiten auch im Winter weiterführen konnte, wurde die Wand zeitweise mithilfe von Folien und Heizlüftern vor zu niedrigen Temperaturen geschützt. Die Arbeiten wurden sicher im April 2022 abgeschlossen.